Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass „MP4“ ein festes Videoformat ist. In Wirklichkeit ist es eher wie eine Brotdose: Was zählt, ist nicht die Dose selbst, sondern das, was man hineinpackt.
Hier sind die drei Hauptgründe, warum dein Browser manche MP4-Dateien klaglos abspielt und bei anderen den Dienst verweigert:
MP4 ist ein Container. Darin befinden sich zwei wesentliche Spuren: die Videospur und die Audiospur. Diese Spuren werden mit unterschiedlichen Verfahren (Codecs) komprimiert.
Damit ein Video im Web sofort startet, während es noch lädt (Streaming), müssen die Metadaten – das sogenannte Moov Atom – am Anfang der Datei stehen.
Diese Daten sagen dem Browser: „Ich bin 30 Sekunden lang, habe diese Auflösung und nutze diesen Codec.“
Bei vielen Dateien, die direkt aus Schnittprogrammen kommen, landet das Moov Atom am Ende der Datei. Der Browser muss dann erst die gesamte Datei herunterladen, bevor er das erste Bild anzeigen kann. Das wirkt oft so, als würde die Datei „nicht unterstützt“.
Selbst wenn H.264 verwendet wird, gibt es verschiedene „Profile“ (z. B. Baseline, Main, High).
Ein High Profile mit sehr hohen Bitraten oder 10-Bit Farbtiefe kann für Mobilbrowser oder ältere Laptops zu komplex sein.
Der Browser erkennt zwar, dass es ein MP4-Video ist, aber die Hardware-Beschleunigung schafft es nicht, die Daten schnell genug zu dekodieren.
Am einfachsten und zuverlässigsten geht das mit HandBrake. Das ist ein kostenloses Open-Source-Tool, das quasi der „Universalübersetzer“ für Videos ist.
Hier ist der schnellste Weg, um deine Datei websicher zu machen: